Pläne sind dazu da, um geändert zu werden. Und so machen wir keine Wanderung durch den Abel Tasman National Park, sondern eine 3-tägige Kajak-Tour. Nach langem hin und her entscheiden wir uns zwei Nächte in der Mosquito Bay zu verbringen, so haben wir am ersten Tag zwar eine lange Tour vor uns, können am zweiten jedoch noch etwas weiter paddeln und auf dem Rückweg, alle schönen Flecken gemütlich mit der Strömung anfahren. Ein unglaublich schöner Nationalpark. Wir sehen wunderbare Strände, Pinguine, Albatrosse, Seehunde, lästige Sandflies und natürlich Oppossums. Auf unserem Campingplatz lernen wir ein neuseeländisches Ehepaar kennen, die reiche Touristen mit Segelbooten, Kajaks, Hubschraubern etc. die schönsten Flecken des Nationalparks zeigen. An diesem Wochenende sind sie jedoch privat unterwegs und geben uns jede Menge Tipps für unsere Ausflüge.
In Christchurch mache ich eine Woche „Urlaub“, um alle Erlebnisse verarbeiten zu können. Kleine Tagesausflüge führen mich nach Lyttleton, Sumner Beach, Akaroa (Banks Peninsula), in das Bouldergebiet Castle Hill, in den botanischen Garten und zum chinesischen Laternen-Festival. Christchurch ist eine interessante Stadt, mit englischem Flair und lebhaftem Zentrum, rund um den Cathedral Square.
Eine endlose Fahrt zum Mt. Cook führt mich durch kahle, aber hügelige Landschaft. Vorbei an dem schönen Lake Tekapo und dem türkisblauen Lake Pukaki, der durch den Mueller Gletscher entstanden ist.
Plötzlich steigt vor mir eine schneebedeckt Bergkette auf und kurze Zeit später sehe ich zum ersten Mal den Mt. Sefton mit dem Huddleston Gletscher. Wow! Was für ein Anblick.
Aufgrund schlechter Wettervorhersage, habe ich mich gegen die Mueller Hut Tour auf 1300m entschieden und laufe nur bis zum Key Point. Dort angekommen eröffnet sich mir der Blick auf eine riesige Furche, die einst vom Mueller Gletscher entstanden ist, gefüllt mit Geröll, Eis und Gletscherwasser. Welch gewaltige Kraft, muss dieser Gletscher mal besessen haben? Wie zur Bestätigung ertönt ein Grollen von den Bergen links von mir, es hört sich an, als ob diese unter ihrer Last aufstöhnen. Ich kletter noch ein bisschen weiter, um einen besseren Blick auf den Gletscher zu bekommen. Unglaublich beeindruckend, auch wenn nur noch relativ wenig von diesem Gletscher übrig ist, mir fehlen einfach die Worte, um meine Eindrücke zu beschreiben.
Dunedin eine schöne Stadt, mit schottischen Flair. Leider regnet es hier kurz nach meiner Ankunft und so ist mein Ausflug nach Otago Peninsula etwas sehr windig und feucht.
Milford Sound. Etwas enttäuschend, habe mir hier mehr davon versprochen, aber da es einige Tage nicht geregnet hat, sind nur wenige Wasserfälle zu sehen. The Chasm, Key Summit und die Mirror Lakes auf dem Rückweg von Milford nach Te Anau beeindrucken mich daher mehr.
Kommentare
4 Kommentare zu „NZ – die vergangenen Stationen“
kia ora anke,
once again, thumbs up, great pics and good writing too 😉
lieben gruß aus rt, bei 4 grad und regen…
*seufz*
*neid*
*fernweh*
*erinner*
*doppelseufz*
*weiterprogrammier*
Das ist ja wahnsinn!
Du gibst dir echt mühe hier, könnte sich fast einbilden, man sei live und direkt dabei!
Viele Grüße und Bussi – die Töffi.
Mein Wlan hat heute einen guten Tag =)
*lol* ich muss euch ja bisschen neidisch machen, vielleicht packt dann endlich mal jemand seine koffer 😉
aber werd mich bemühen und das nächste mal über die negativen begleiterscheinungen des reisens berichten 😀
lg an alle
anke