Bula – Fiji

Meine Zeit hier ist zwar schon wieder fast vorbei, aber trotzdem ein kleiner Bericht über Fiji.

Mango Bay

Mein Plan hier war eigentlich Strand, Strand und vielleicht noch etwas Strand. Aber meine Ameisen im H… haben das irgendwie dann doch nicht ganz zugelassen.

Aber von Anfang an. Ich bin nachts in Nadi angekommen und wurde am Flughafen von einer lachenden Dame mit Bula und Muschelkette empfangen. Obwohl mir klar ist, dass ich diese Kette natürlich mit meinem Transport bezahlt habe, fühle ich mich sehr willkommen. Nach dem Austausch der Gutscheine geht es dann 1 ½ h mit meinem Fahrer zur Coral Coast ins Mango Bay Resort. Sobald wir Nadi hinter uns lassen sieht man kaum noch Häuser, dafür jedoch jede Menge Hunde, Kühe und vereinzelt Menschen am Straßenrand. Mein Fahrer erzählt mir alles mögliche über Fiji, da ich jedoch schon relativ müde bin, höre ich nur mit halbem Ohr hin und glaube mich verhört zu haben, als er etwas von Pferden erzählt und das die Straße deswegen nachts sehr gefährlich ist. Aber tatsächlich ein paar hundert Meter weiter stehen plötzlich Pferde am Straßenrand. Offensichtlich sind sie jedoch nicht wild, sondern gehören zu anliegenden Dörfern und werden nachts einfach zum grasen an den Straßenrand gebunden.

Am nächsten Morgen gehe ich erst mal zum Strand und sehe auf das unglaublich blaue Wasser. Plötzlich fängt der Sand an sich zu bewegen. Hunderte von kleinen Krebsen bewegen sich wie wild in alle Richtungen.

Momentan ist zwar keine Regenzeit, doch das tropische Wetter beschert uns einige Regentage, was die Hütten und alle Klamotten ungemein feucht werden lässt. Nachts kommen auf Grund der Feuchtigkeit tausende Frösche zum Vorschein, da muss man schon aufpassen, dass man nicht versehentlich Pfannkuchen-Frösche aus ihnen macht.
Ansonsten sind hier jedoch sehr angenehme Temperaturen und Badewasser warmes Meer. Ein kleines Paradies mit Postkarten Szenerie.

Vom Mango Bay Resort aus mache ich, zusammen mit einigen Leuten, die ich hier kennengelernt habe, ein paar Ausflüge. So in die Hauptstadt Suva, nach Sigatoka (die nächstgrößere Stadt), Besuch eines Dorfes, Wanderung zu einem Wasserfall, Sandboarding, Pool Volleyball, flechte Körbe und lasse diverse Kava Zeremonien über mich ergehen.

Obwohl vieles in gewisser Weise an Bali erinnert ist Fiji doch wieder anders. Ich habe das Gefühl, die Menschen hier sind noch ein bisschen entspannter, wenn das überhaupt möglich ist. Sie sind immer fröhlich und begrüßen einen überall mit lachenden Gesichtern und lautem Bula, Bula. Was soviel heißt wie „ein Stück Lebensluft“ und da sie nicht wissen, ob man ein oder zwei Stücke braucht, sagen sie es meist zweimal.

Der Fiji Dollar ist relativ stabil und es sind hier viele offensichtlich reiche Touristen, die Einheimischen führen jedoch ein einfaches Leben und haben nur sehr wenig Geld zur Verfügung. Als wir das nächste Dorf besuchen muss jeder $6 spenden. Dieses wird bei der Willkommens-Kava-Zeremonie (ein ekelhaftes Gesöff aus einer Wurzel, gemischt mit Wasser) dem Chief überreicht und für die Entwicklung des Dorfes verwendet. So konnten sie sich zum Beispiel eine Versammlungshalle und diverse Duschen etc. leisten. Frauen dürfen das Dorf nur betreten, wenn sie einen Rock tragen oder einen Sarong umgebunden haben. Wir werden wieder lachend begrüßt und in diverse Häuser eingeladen.

Namutakula Village

Man wird hier wesentlich weniger bedrängt beim Einkauf oder Schlendern durch die Stadt, als in Bali. Da es nur wenige Backpacker gibt und fast alle Touristen in Resorts landen und diese vermutlich oft gar nicht verlassen, freuen sich die Menschen, wenn man als Tourist ihr Land besucht und Interesse an ihrem Leben zeigt. Sie winken einem daher nur zu, lachen einen an und rufen Bula!
Lediglich die vielen Inder, die hier leben und eigentlich wesentlich mehr Geld zur Verfügung haben, versuchen einen in ihre Verkaufsstände zu zerren und mit diversen Tricks um einige Dollar ärmer zu machen.

Bei einem Surftripp machen wir einen Stopp bei einer Familie mit den süßesten drei Kindern, die ich je gesehen habe. Überall liegt jedoch Müll im Garten und das Haus sieht relativ feucht aus. Kein Wunder also, dass alle drei Kids mit Ausschlägen und Wunden übersät sind.
Auf der Rückfahrt nehmen wir ein Sammeltaxi, das überall Einheimische einsammelt und wieder rausschmeißt. Was eine 30 Minuten Fahrt schnell zu 1 Stunde anwachsen lässt. Offensichtlich finanzieren wir diesmal die Fahrt für alle anderen. Sie zahlen jedenfalls nur einige Cent während uns je $7 abgeknüpft wird, aber ich schätze das ist nur fair.

Absoluter Höhepunkt, neben den Begegnungen mit den Einheimischen, sind natürlich die Tauchgänge in kristallklarem Wasser. Beim ersten Tauchgang bin ich, ohne Lauras fachkundige Einweisungen, etwas nervös, werde jedoch nicht enttäuscht. Eine Vielzahl an Fischen, Schildkröten, Korallen und Höhlen macht das ganze zu einem einmaligen Erlebnis. Nach den ersten beiden Tauchgängen muss ich jedoch eine unfreiwillige Pause einlegen, da meine Ohren total zu sind. Danach nehme ich noch an einem Drift Dive teil, was super viel Spaß gemacht hat. Man fühlt sich einfach schwerelos und lässt sich mit der Strömung treiben. Das Gleiche machen die Fische, die man unterwegs trifft. Unbeschreiblich.

Namutakula Village

Die vielen Aktivitäten haben meinen Geldbeutel ganz schön schrumpfen lassen und so verzichte ich dann doch auf eine Bootstour zu diversen anderen Fiji-Inseln, die ich eigentlich geplant hatte. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben ;-).

Vinaka Fiji für die schöne relaxte Zeit


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Kommentare

3 Kommentare zu „Bula – Fiji“

  1. hey anke!

    Wiedermal ein sehr cooler Reisebericht. Da hab ich schon fast das Gefühl selbst dort gewesen zu sein. Und erst die schönen Bilder, vorallem von den Kidis, echt nice 😉 Außerdem läuft auch grad noch Jack Johnson im Hintergrund…tse, das kann ja nur mit Reisefieber enden!

    so long
    bye bye

  2. Steffi

    Hi Anke =)

    Schön mal wieder was zu lesen!
    Man könnte echt jedesmal glauben, man sei im Handgepäck dabei *grins
    Wo gehts hin nachdem du Fiji
    unsicher gemacht hast?

    viele viele grüße,
    bussi Steffi

  3. anke

    danke euch beiden. freu mich immer von euch zu hören!

    bin jetzt in hawaii und hatte zweimal hintereinander sonntag den 30. Mai. sehr lustig diese datumsgrenze…

    liebe grüsse nach hause
    anke