Meine Reise in die Vereinigten Staaten von Amerika beginnt in Nadi – Fiji. Zwei blaue Sichtschutzkabinen werden aufgebaut und alle Passagiere müssen sich einer Leibesvisitation unterziehen lassen.
Mein Abflug ist um 22:30 Uhr am 30. Mai. Nach sieben Stunden Flug, mit so gut wie keinem Schlaf, komme ich in Honolulu an. Hier ist es 7 Uhr am 30. Mai. Nice. So gefällt mir die Zeitverschiebung.
Schon im Flugzeug muss ich mal wieder diverse Formulare ausfüllen. Für Amerika gibt es ein zusätzliches Formular, das abfragt, ob man je einer terroristischen Vereinigung angehört hat. Glauben die Amis wirklich, dass das von einem richtigen Terroristen angekreuzt wird? Nachdem ich dem Grenzschutzbeamten noch diverse Fragen beantwortet und ihm meine Fingerabdrücke hinterlassen hab, geht’s endlich weiter. Kleine Enttäuschung: es gibt keine Hula-Tänzer und Blumenketten zur Begrüßung.
Da ich zunächst nur ein paar wenige Tage in O‘ahu verbringe, habe ich mir eine Unterkunft in Waikiki (unweit des Flughafens) besorgt. Eindeutig das schäbigste Hostel auf meiner bisherigen Reise. Honolulu und Waikiki präsentieren sich mit hässlichen Hochhäusern aus den 80er Jahren. Man erwartet jeden Moment, dass Magnum um die Ecke fährt.
Die Strände sind extrem überfüllt. Doch es ist eindeutig ein Surferparadies. Ständig laufen einem Menschen jeden Alters mit Surfbrettern entgegen, auch ins Foot Court wird das Brettl mitgenommen.
Hawaii ist, wer hätte es gedacht, sehr amerikanisch. Die ersten Stereotypen präsentieren sich mir schon in den ersten Tagen. Kartoffel-im-Mund Amerikanisch, Riesen-Schlitten und Pick ups, extrem Übergewichtige, amerikanischer Patriotismus, aufgestylte Omis, Blondinen mit 2 Zentnern Makeup dekoriert, tätowierte Gangster, abgefuckte Obdachlose und schwer bewaffnete Polizisten.
Ansonsten findet man, genau wie in Fiji, Ähnlichkeiten zu den neuseeländischen Maori. Ähnliche Holzfiguren und geschmückte Häuser, geflochtene Körbe und Hüte.
Meine einzige kulturelle Aktivität hier: Besichtigung von Pearl Harbour. Das USS Arizona Memorial ist nett anzusehen und die drei Überlebenden, die an diesem Montag anwesend sind, sehr sympathisch.
An einem Tag nehme ich den Circle Island Bus für $2,25 Richtung North Shore und verbringe den Tag am gemütlichen Sunset Beach. Leider sind die Riesenwellen hier nur im Winter zu sehen.
Mit den Österreichern Andy und Sebastian, die ich hier kennenlerne und die zufällig in einem geringfügig teureren Hotel direkt gegenüber wohnen ;-), geht es zurück entlang der Küste nach Waikiki. Weg von dem Honolulu Trubel präsentiert sich O‘ahu wunderschön und die Ananas, Mango und Kokosnuss, welche wir am Straßenrand besorgen, schmecken fantastisch!
Abends gibt es ein überteuertes Essen im Steakhaus. Danke nochmal ihr beiden für die Sightseeing Tour und teilweise Verpflegung, ich schulde euch noch einen Kaffee!
An meinem letzten O‘ahu -Tag springe ich aus einem Flugzeug – sorry Mami ;-). Nachdem ich mich in Neuseeland und Fiji erfolgreich darum gedrückt habe, musste ich hier das einmalige Sommerangebot einfach wahrnehmen. Ein Wahnsinn! Man fällt nicht, obwohl man fällt. Man fliegt nicht, obwohl man fliegt. Ein unbeschreiblicher Adrenalin-Kick. Mit was soll man so ein Erlebnis noch toppen? Seht selbst.