My last Action on Maui

Molokini und Lanai‘
Um die Unterwasserwelt noch ein bisschen bewundern zu können, habe ich eine Schnorcheltour zum Molokini Crater und zu einer Bucht vor Lanai’ gebucht. Bizarre Situation. Man stelle sich ein Boot vor mit ungefähr 100 Amerikanern. Alle werden mit Taucherbrille, Flossen, Lycra und diversen schwimmenden Hilfsmitteln ausgerüstet, damit sie nicht ersaufen. Dann nehme man noch ca. 10 weitere solcher Boote, schmeiße nun alle Amerikaner gemeinsam ins Meer und man befindet sich im Schnorchel-Paradies Molokini.
Das Wasser war jedoch fantastisch klar. Die Fische farbenreich. Aber verzeiht mir, wenn ich hier nicht ganz so bildreich erzählen kann.
Vor Lanai‘ waren wir dafür allein, d.h. nur ein Boot…

Molokini

Road to Hana
88 Kilometer, 600 scharfe Kurven, 54 einspurige Brücken bis nach Hana, danach teilweise nicht geteerte Straße. Das ist der Hana Hwy, der später zum Pi’ilani Hwy wird. Das hat sich im Vorfeld relativ abenteuerlich angehört. Tatsächlich war es jedoch halb so schlimm. Da fand ich die Straße entlang der Westküste wesentlich aufregender.

Hana Hwy

Landschaftlich ist es jedoch bezaubernd. Vorbei an Bambuswäldern, Wasserfällen, schwarzen, roten und weißen Stränden und Klippen, entlang tropischer Obstbäume und Blumengewächsen landet man letztendlich in Hana. Einem kleinen verschlafenen Dorf mitten im Nirgendwo. Zwei Stunden entfernt von jeglicher sonstiger Zivilisation.
An der Schule hängen Kids mit ihren Boardshorts ab, am Koki Beach rocken sie die Wellen.
Ein kleines Museum zeigt ein bisschen Geschichte von Hawaii . Daneben ein winziges Gerichtsgebäude aus dem Jahr 1871. Einmal im Monat kommt ein Richter hierher, um kleinere Delikte anzuhören.
Nach Hana geht es zunächst sehr kurvig weiter, um dann eine ziemliche Holperpiste zu werden. Vorbei an einem kultigen Shop in Kaupo und einsamen Buchten, findet man sich irgendwann im Haleakala National Park wieder. Die Landschaft wird kahl, schroffe Klippen, vom Wind geformte Bäume, lediglich einige verrostete Autos am Rand weißen darauf hin, dass man nicht der einzige Mensch auf Erden ist.

Hana Hwy

Haleakala
Ich muss zugeben, ich war nicht sehr enthusiastisch mir schon wieder einen Vulkan anzusehen. Jeden Tag habe ich mich davor gedrückt, um es dann doch endlich in Angriff zu nehmen. Dort angekommen wandere ich also einen Teil des Sliding Sands Trail in den Krater, bis ich aussehe wie eine Eule, da sich meine Sonnenbrille in mein Gesicht gebrannt hat und ich von oben bis unten mit Sandstaub überdeckt bin. Aber es hat sich gelohnt. Was für eine Farbexplosion. Rot, grün, grau und braun liegt er vor mir. Entlang des Kraters sammeln sich die weißen Wolken, wie zu einem Himmelsteppich. Hier oben ist es jedoch klar, der Anblick ist einfach überwältigend. Man fühlt sich wie auf einem anderen Planeten. In der Ferne sieht man Mauna Loa und Mauna Kea auf Big Island.
Wenn ich sonst das Mana nur ansatzweise spüren konnte, hier ist es präsent.

Haleakala

Auf dem Gipfel habe ich das Glück einige blühende Silverswords bewundern zu können. Diese silberfarbigen Pflanzen leben 25 Jahre, um dann einmal in ihrem Leben zu blühen und nachdem sie ihre Samen in alle Himmelsrichtungen verstreut haben, abzusterben. Wie schön ist das?

Das sagt Lonely Planet: The 37-mile from sea level to the 10023ft summit of Haleakala you’ve just completed is the highest elevation gain in the shortest distance anywhere in the world. You’ve passed through as many ecological zones as you would have on a drive from Alaska to central Mexico.

Um mir die Zeit etwas zu vertreiben, habe ich mir außerdem meine Kamera geschnappt und diverse Fotosessions gemacht (mehr Bilder in meiner Fotogalerie):

Die Kiter und Windsurfer am Kite Beach.

Kite Beach

Kite Beach

Die Surfer am Hookipa Beach.

Hookipa Beach

Hookipa Beach

Am meisten Spaß gemacht hat jedoch die Parade zum 4. Juli in Makawao mit anschließendem Rodeo.

Makawao

Makawao

Und natürlich ein paar Selbstportraits…

crazy Anke


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