Das Ende meiner Reise ist angebrochen. Ich hole mir die letzten Stempel in meinem Reisepass (fürs erste), trete die letzten Busreisen an und genieße die letzten Eindrücke, Sommer-Sonnenstrahlen und Strände. Begleitet werde ich von einem lieben Besuch aus Deutschland. Katrin hat mich von diesem Reiseabschnitt überzeugt und außerdem treffen wir unterwegs noch auf Jü, der die gleiche Tour in umgekehrter Richtung reist.
Guatemala. Geprägt von den indigenen Mayas. Die Frauen in jedem Dorf tragen ihre spezifischen traditionellen Gewänder. Die Menschen sind sehr freundlich. Sie wollen erfahren woher man kommt und warum man gerade ihr Land als Reiseziel ausgewählt hat. Neben ein wenig Strand, gibt es subtropischen Regenwald, Vulkane, idyllische Seen, exotische Tiere, Maya-Tempel, grüne Flussbecken mitten im Urwald. In Livingston, am Ende des Rio Dulce, das nur mit dem Boot erreichbar ist. Treffen wir auf ein Guatemala der anderen Art. Hier leben Nachkommen geflohener Sklaven, die Garifuna. Ein Jamaica Flair strömt uns entgegen. Überall ertönt Reggae. Big Mamas, Rasta-Men und Gangster-Gangs laufen durch die Straßen. Dazwischen ein paar wenige Mayas, die ihre Waren an die vielen Touristen verkaufen möchten. Unglaublich, dass wir immer noch im gleichen Land sind. Tikal bildet den Abschluss unseres Guatemala-Aufenthalts und gleichzeitig das Wiedersehen mit Jü. Nach vielen relaxten Kaffees, Austausch unserer vergangenen Erlebnisse und gemeinsamer Besichtigung des Maya-Tempels mitten im Urwald, fällt der Abschied etwas schwer, aber ist ja auch nicht für allzu lange.
Belize. Alles sieht wohlhabender und amerikanischer aus. Die Häuser sind zweistöckig, große Veranden, fette Autos. Ein Großteil der Bevölkerung ist afroamerikanisch. Man spricht englisch. Unser Bus wird unterwegs von einer Anti-Drogen-Einheit angehalten und „verdächtige“ Personen einer Passkontrolle unterzogen.
Wir haben nur einen Stopp hier, dafür einen fantastischen. Caye Caulker. Eine kleine Insel ohne Verkehr. Karibik pur. Hier ist es so entspannt wie an keinem anderen Ort meiner bisherigen Reise. Nur eins muss man hier mitbringen. Ruhe. Man sollte rechtzeitig vor dem Hunger in ein Restaurant gehen, denn Bestellungen brauchen ihre Zeit, werden dafür jedoch mit Liebe zubereitet. Lobster, Rum Punch, Palmen, einsame Häuser mit Meerblick, Reggea. Herrlich.
Mexiko. Mit dem Boot geht es von Caye Caulker nach Chetumal. Hier wird an unseren Taschen erstmal einem Drogencheck durchgeführt. In Tulum erwartet uns neben einer süßen Cabana, schneeweißer Sand und türkisblaues Meer. Ein Traum. Es gibt so gut wie keine Touristen und so können wir dieses Paradies ungestört genießen. Die ersten richtig warmen Tage am Strand, seit Guatemala! Auch eine deutsche Filmcrew ist von diesem Ort überzeugt.
Dagegen wirkt Playa del Carmen, leider wie das mexikanische Disneyland. Zuviel amerikanische Pauschaltouristen wälzen sich hier durch die Straßen.
Die Realität in diesem Land hingegen habe ich nicht gesehen, aber vielleicht ist das auch gut so.
Guatemala-Belize-Mexiko eine schöne Abschluß-Tour eines einmaligen Jahres!